Standard-Ersatzrate
65 Prozent
Basiselterngeld ersetzt normalerweise 65 Prozent des wegfallenden Netto-Einkommens.
Rechenlogik und Planung
Wenn du Elternzeit berechnen willst, brauchst du nicht nur eine Zahl aus dem Rechner. Entscheidend sind das Elterngeld-Netto, die Ersatzrate und die Frage, ob nach der Geburt Einkommen bleibt.
Die Elterngeldstelle rechnet nicht mit deinem üblichen Netto von der Gehaltsabrechnung, sondern mit einem vereinfachten Elterngeld-Netto. Deshalb weichen Schätzungen und spätere Bescheide oft leicht voneinander ab.
Für eine belastbare Planung lohnt es sich, die Rechenlogik zu verstehen. Dann erkennst du schneller, ob ein Steuerklassenwechsel, Teilzeit nach der Geburt oder ElterngeldPlus für deinen Fall einen echten Unterschied macht.
Die Zahlen und Regeln auf dieser Seite orientieren sich an den aktuellen Angaben des Familienportals des Bundes. Maßgeblich bleibt der Bescheid deiner Elterngeldstelle.
Standard-Ersatzrate
65 Prozent
Basiselterngeld ersetzt normalerweise 65 Prozent des wegfallenden Netto-Einkommens.
Maximal berücksichtigt
2.770 Euro Netto
Mehr vorgeburtliches Netto erhöht das Elterngeld nicht weiter.
ElterngeldPlus
150 bis 900 Euro
Mit Einkommen nach der Geburt kann ElterngeldPlus besonders relevant werden.
Der Rechner zeigt dir eine erste Größenordnung. Direkt darunter findest du die Regeln, die den größten Einfluss auf das Ergebnis haben.
Geschätztes Nettoeinkommen: 2.140 € / Monat
Basiselterngeld
1.391 €
pro Monat · max. 12+2
ElterngeldPlus
696 €
pro Monat · doppelte Dauer
Unverbindliche Orientierungswerte — abhängig von der Vollständigkeit deiner Angaben. Keine Rechts- oder Steuerberatung.
Für die Berechnung wird dein gesamtes Brutto-Einkommen im Bemessungszeitraum auf einen Monatswert heruntergebrochen. Bei nichtselbstständiger Arbeit wird vorher die Werbungskosten-Pauschale abgezogen.
Danach zieht die Elterngeldstelle Steuern und Sozialabgaben in pauschaler Form ab. So entsteht das sogenannte Elterngeld-Netto. Dieses kann sich von dem Netto auf deiner Lohnabrechnung unterscheiden.
Bei einem vorgeburtlichen Netto unter 1.240 Euro steigt die Ersatzrate. Zwischen 1.240 und 1.200 Euro wächst sie schrittweise von 65 auf 67 Prozent.
Zwischen 1.200 und 1.000 Euro bleiben es 67 Prozent. Unter 1.000 Euro steigt die Ersatzrate je 2 Euro Einkommensunterschied um weitere 0,1 Prozentpunkte, bis maximal 100 Prozent.
Sobald du nach der Geburt Einkommen hast, berechnet sich das Elterngeld aus der Differenz zwischen dem Netto vor der Geburt und dem Netto danach. Es geht also nicht nur um dein altes Einkommen, sondern um den wegfallenden Teil.
Gerade deshalb kann ElterngeldPlus sinnvoll sein. Wenn nach der Geburt Teilzeit-Einkommen bleibt, kann das monatliche ElterngeldPlus genauso hoch sein wie Basiselterngeld mit Einkommen, aber über den doppelten Zeitraum laufen.
Wenn du vor der Geburt die Steuerklasse gewechselt hast, kann das dein Elterngeld beeinflussen. Für das vereinfachte Elterngeld-Netto zählt grundsätzlich die neueste Steuerklasse, es sei denn, die ältere galt im Bemessungszeitraum länger.
Zusätzlich können Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag relevant werden. Der Geschwisterbonus erhöht das Elterngeld um 10 Prozent, mindestens um 75 Euro beim Basiselterngeld. Bei Zwillingen kommen 300 Euro Zuschlag auf das Basiselterngeld hinzu.
Nein. Ohne Einkommen nach der Geburt ist das monatliche ElterngeldPlus halb so hoch wie Basiselterngeld. Mit Einkommen nach der Geburt hängt es von der Einkommensdifferenz und vom Deckelungsbetrag ab.
Für die Orientierung hilft dein übliches Netto. Der offizielle Bescheid basiert aber auf dem vereinfachten Elterngeld-Netto der Elterngeldstelle und kann deshalb abweichen.
Dann wird das Einkommen nach der Geburt gegengerechnet. Das Elterngeld ersetzt nur den Teil des Netto-Einkommens, der nach der Geburt wegfällt.
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